Die eigene Hundepension erfolgreich gründen

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Die eigene Hundepension erfolgreich gründen

Die eigene Hundepension zu gründen und zu betreiben ist für viele Hundefreunde und auch Hundetrainer eine schöne Vorstellung. Was musst Du beachten, welche Preise kannst Du verlangen und wo bekommst Du Hilfe?

Hundepension gründen

Hunde, wohin das Auge reicht

Der Hund als treuer Begleiter und Familienmitglied erhält Einzug in immer mehr deutsche Haushalte. Im Jahr 2016 lebten in Deutschland etwa 8 Millionen Hunde in einem Haushalt. Das bedeutet also, dass fast jeder zehnte Deutsche einen Hund besitzt. Gleichzeitig steigt aber auch die Anzahl der Menschen, die ganztags arbeiten. Diese lassen ihre Hunde jedoch ungern den ganzen Tag alleine. Eine Lösung muss her. Was ist da besser, als eine Hundepension, bei der Herrchen oder Frauchen den Hund morgend abgeben und ihn abends wieder glücklich abholen kann. Auch im Urlaub lässt es sich viel besser entspannen, wenn der geliebte Hund sich bei einer Person des Vertrauens mit artgerechter beschäftigung befindet.

Der Heimtiermarkt boomt. Von etwa 3 Millionen Euro im Jahr 2006 stieg der Umsatz auf dem Heimtiersektor bis 2015 auf über 4.5 Millionen Euro an. Die Tendenz ist weiter steigend! Warum sich also nicht eine Scheibe davon abschneiden und mit Freude Geld verdienen? Hier haben wir aufgelistet, was Du brauchst und worüber Du Dir Gedanken machen solltest, bevor du voll ins Geschäft einsteigst:

  • Du hast ein Gewerbe angemeldet.

  • Es besteht eine Gewerbeerlaubnis. Hundepensionen dürfen sich nur in bestimmten Gebieten – nicht jedoch in reinen Wohngebieten – befinden.

  • Du hast einen Sachkundenachweis und hast diesem dem zuständigen Veterinäramt vorgelegt.

  • Die Hundepension muss durch das Veterinäramt abgenommen werden.

  • Solltest Du Zwinger nutzen, müssen diese den Norm-Maßen entsprechen.

Neben den gesetzlich vorgegebenen Voraussetzungen, solltest Du Dir auch um die folgenden Punkte Gedanken machen:

  • Sollen die Hunde in die Familie mit integriert werden? Ist das möglich? Diese Art der Pension wird oft besser honoriert.

  • Wie viele Hunde musst Du aufnehmen, damit Deine Kosten gedeckt sind? Ist dafür Platz genug?

  • Wie steht es um die Konkurrenz in der Umgebung? Was macht mich besonders, sodass Kunden lieber mich wählen?

  • Wie finde ich neue Kunden, welche Art der Werbung mache ich? Muss ich dafür ein Budget einplanen?

  • Möchte ich alleine arbeiten oder einen Mitarbeiter einstellen?

  • Welche Punkte muss ich in den Vertrag aufnehmen, wer ist in welchen Fällen verantwortlich für Schäden am Hund und Schäden, die der Hund verursacht?

Umsatz einer Hundepension – womit kannst Du rechnen?

Anhand eines Beispieles zeigen wir Dir hier, wieviel Umsatz mit einer Hundepension gemacht werden könnte. Natürlich hängt dies von mehreren Faktoren wie Region, Zeit, Nachfrage und anderem ab. Der Einfachheit halber hier also ein Beispiel. Herr X hat vor 2 Jahren seine eigene Hundepension gegründet. Mittlerweile läuft sie gut, er hat einen festen Kundenstamm und einige Hunde, die ab und zu zu ihm kommen.

Herr X nimmt 22,50 € pro Hund pro Tag. Seine Lebenshaltungskosten betragen 2000,- € im Monat incl. Sozialversicherung und Einkommenssteuer.

Umsatzberechnung aufgrund der Lebenshaltungskosten

Hier gehen wir davon aus, dass Herr X mit seiner Hundepension einfach nur seine Lebenshaltungskosten, also 2000,- € im Monat, decken können möchte. Er muss dafür 2000,- € zzgl 19 % Umsatzsteuer, also 2380,- € einnehmen. Er müsste also pro Tag ungefähr 80,- € einnehmen. Durchschnittlich müsste er dann jeden Tag 3.53 Hunde bei sich aufnehmen. Diesen Wert erreicht er zum Beispiel, wenn er jeden Tag 3 Hunde fest bei sich hat und dazu alle zwei Wochen einen vierten Hund für eine Woche bei sich aufnimmt.

Umsatzberechnung aufgrund eines Zielwertes:

Herr X nimmt sich vor, im Durchschnitt 5 Hunde am Tag bei sich aufzunehmen. Damit würde er pro Tag 112.5 € einnehmen, pro Monat 3375,- €. Davon gehen dann 19 % Umsatzsteuer ab, sodass er 2733,75 € übrig hat, von denen allerdings noch Sozialabgaben und Einkommenssteuer abgehen.

Diese Werte sind natürlich nur mit Einsatz und guter Arbeit zu erreichen, aber keinesfalls unrealistisch. Die Werte schwanken je nach Region. Für Hilfe bei der Gründung einer erfolgreichen Hundepension wende Dich gerne an uns!

Dein Marketing um erfolgreich deine eigene Hundepension zu gründen

Das Marketing ist der Schlüssel damit du dauerhaft genügend und gute Kunden in deiner Hundepension hast. Zum Markting gehört auch die Preisgestaltung, die Alleinstellungsmerkmale die dich von anderen Hundepensionen unterscheiden und natürlich die Marketingkanäle die du nutzt. Hier hat es sich in der jüngeren Vergangenheit bewährt wenn ich eine für Google optimierte Homepage habe mit der ich im regionalen Bereich bei den Begriffen Hundepension, Hundebetreuung gut gefunden werde. Das bedeutet natürlich einen einmaligen Kostenaufwand für die Erstellung, ist aber langfristig deutlich günstiger als Alternative Marketingkanäle. Der wichtigste Punkt für eine gute auffindbare Webseite deiner Hundepension ist das der Kunde in der Regel bei dir anruft oder dir mailt. Der Kunde braucht dich und das ist für den Verkauf deiner Leistung die beste Grundlage die man haben kann. Nach und nach kommen Empfehlungen deiner Kunden dazu die dir regelmäßig weitere Neukunden bringen. Auch die Möglichkeit von Bewertungen im Internet bei Google oder auch auf der Webseite sollte genutzt und dem Kunden angeboten werden. Ein Businessplan für dein Unternehmen das dir deine Kosten, Umsätze, Gewinne und dein Marketingkonzept aufzeigen ist bei der Beantragung von Fördermitteln auch hilfreich.

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Info zum Autor:

Studentin der Biotechnologie mit biologischem Grundstudium. Hundetrainer-Freundin und momentan Erwerb des Master of Science in den Niederlanden. Fragen zur Biologie des Hundes – immer her damit! Falls du unsere Tipps und Hinweise gut findest dann teil Sie gerne deinem Netzwerk mit - Danke. Hier machen wir auch mit: Facebook | Hundetrainer Netzwerk bei Google + | Twitter

2 Kommentare

  1. Thomas 22. Mai 2017 um 12:04 Uhr- Antworten

    hmm? Ich finde die Rechnung geht an der Realität vorbei.
    Wenn Herr X 3375€ im Monat, bei fünf Hunden täglich einnimmt, dann heißt das, er würde 30 Tage im Monat arbeiten!! Wer macht denn sowas? Der eine oder andere „Urlaubshund“ wird wohl mal übers Wochenende bleiben, aber ist es nicht sinnvoller mit 22 Arbeitstagen (Durchschnitt) zu rechnen?
    Liebe Grüße
    Tom

    • Klaus Schaumberger 22. Mai 2017 um 12:18 Uhr- Antworten

      Hallo Tom,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Natürlich kann man die Rechnung auch mit 22 Arbeitstagen aufstellen. In der Praxis ist es bei Hundepensionen jedoch häufig so das Hunde auch übers Wochenende bleiben. Bei Hundetagesstätten ist das deutlich seltener.
      Bei der Gesamtrechnung sollte man auf jeden Fall auch berücksichtigen das man nur ca. 9,5 Arbeitsmonate zur Verfügung hat, wenn man einem Angestellten (mit Urlaub, Feiertage, Krankheitstagen, Weiterbildung) gegenüber zeittechnisch gleichgestellt sein möchte.
      Und andererseits ist es ja selten so das man sich den ganzen Tag mit den Pensionshunden beschäftigt. Da gibt es auch mal Phasen in denen man andere Dinge machen kann.

      LG Klaus

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