Beruf Hundetrainer

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Beruf Hundetrainer im Überblick

In Deutschland leben etwa 5 Millionen Hunde* und die Zahl steigt.

Nicht nur auf dem Land, sondern vor allem auch in den Städten schaffen sich die Menschen zunehmend einen Vierbeiner an. Allerdings ist es gerade das Stadtleben, welches sehr hohe Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit unserer Hunde stellt: Sie müssen mit den verschiedensten Umweltreizen umgehen können, beispielsweise Straßenbahn fahren oder durch das Einkaufszentrum bummeln, sie sollen immer locker an der Leine durch Menschenmassen laufen und an anderen Hunden problemlos vorbeigehen. Viele neue Herausforderungen müssen gemeistert werden und dabei benötigen Hundebesitzer häufig die professionelle Unterstützung eines qualifizierten Hundetrainers.

Beruf-Hundetrainer

Hunde haben heute andere Jobs

Hinzu kommt, dass gewisse Hunderassen – beispielswiese der Border Collie, als Hütehund – häufig nicht mehr ihren eigentlichen „Beruf“ ausüben können. Geeignete, alternative Auslastungsprogramme sind daher ein Muss für solche Mensch-Hundeteams. Sollten diese aber nicht gewährleistet sein, kann es zu Verhaltensproblemen beim Hund führen.

Der Bedarf an Hundetrainern und Verhaltensberatern steigt

Der Besuch einer Hundeschule wird mittlerweile als normaler „Standard“ – zumindest bei der Neuanschaffung eines Hundes – betrachtet und gehört ganz selbstverständlich in unserer Gesellschaft dazu. Die Medien und entsprechende Tiersendungen unterstützen diese Strömung. Hinzu kommt, dass sich die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf eine artgerechter Hundehaltung weiter entwickeln. So ist in Niedersachsen als erstes Bundesland eine Hundeführerschein-Pflicht für Ersthundehalter seit 2013 eingeführt worden.

Arbeitsbereiche für Hundetrainer

Ein Schwerpunkt der Arbeit als Hundetrainer liegt im Bereich der Hundeerziehung -vom Welpen bis zum erwachsenen Hund. Meist im Rahmen einer Hundeschule werden entsprechende Kurse dem Kunden angeboten.

Ein anderer wichtiger Bereich liegt in der Hunde-Verhaltensberatung. Verhaltensproblemen bei Hunden, hervorgerufen durch z.B. Krankheiten, nicht artgerechte Haltung oder Hunde aus dem Tierschutz werden hier – meist im Einzeltraining – behandelt. Immer mehr fragen Kunden nach einem Training bei sich zu Hause an, so das Hundetraining als mobile Dienstleistung populärer wird. Der Vorteil, man braucht keinen Örtlichkeit (Hundeplatz usw.), sondern kann ein auf den Kunden zugeschnittenes Angebot machen.

Darüber hinaus besteht im Trainingsbereiches des Hundesports, wie Agility, Nasenarbeit, Longieren, Treibball usw., eine große Kundennachfrage, um den Hund optimal und artgerecht auszulasten. Dies findet meist in Gruppenkursen und zeitlich nach den üblichen Erziehungskursen statt.

Das Handwerkszeug des Hundetrainers

Modernen Trainingsmethoden, die Hundetrainer heutzutage bei einer qualifizierten Ausbildung erlernen und an die Hundebesitzer weitergeben, unterscheiden sich deutlich von alten – meist sehr restriktiven – Methoden, die früher üblich waren (und sich teilweise bis heute halten).
Lediglich ein sachkundiger  und zertifizierter Hundetrainer (Prüfung bei der Tierärtzekammer), der die Verhaltensweisen, Kommunikationsformen usw. der Hunde kennt, hat das Wissen, um die Hundehalter richtig anzuleiten. Wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in die heutigen, modernen Trainingsmethoden mit ein, vor allem lernbiologische Sachverhalte spielen dabei eine zentrale Rolle.
Es gibt viele Anbieter auf dem Markt, die Ausbildungen zum Hundetrainer anbieten, da fällt die Auswahl schwer. Ein Orientierungspunkt ist sicherlich, dass Hundetrainer (und somit auch Ausbilder) freiwillig eine behördlich anerkannte Prüfung vor der Tierärztekammer (in Niedersachsen / Schleswig / Thüringen) ablegen können. Diese Zertifizierung gilt bundesweit als staatlich anerkanntes Gütesiegel für diesen Berufsstand. Eine Checkliste zur Auswahl der Ausbildungsstelle finden Sie hier.

Hundetraining und Leidenschaft

Für die meisten Hundetrainer ist die Tätigkeit nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung und sie arbeiten mit viel Leidenschaft sowie Hingabe mit dem Tier und dem Halter zusammen. Die Freude an dem Beruf ist ihnen dabei wichtiger als die für die meisten als ungünstig befundenen Arbeitszeiten, die häufig in den Nachmittags- und Abendstunden sowie am Wochenende liegen. Dazu kommt die körperliche Anstrengung – meist bei Wind und Wetter draußen zu sein.

Geduld und Freude an der Kommunikation mit Mensch und Tier sind außerdem unabdingbare Fähigkeiten, die man mitbringen sollte. Dennoch sind viele Hundetrainer glücklich mit Ihrem Beruf, weil es sie erfüllt, mit Lebewesen zu arbeiten und ihnen zu helfen, im Alltag glücklicher und besser miteinander zu leben.

* (lt. Angabe des Verbandes Deutsche Hundewesen VDH)