In diesem Berufe mit Hund Artikel stellen wir den Beruf des Hundesitters mit Berufsbild, Ausbildung, Verdienst und weiteren nützlichen Infos vor.

Hundesitter

Berufsbezeichnung

Tiersitter, Hundesitter, Pet-Sitter

Allgemein & rechtliche Stellung

Eine Person, die sich um einen fremden Hund kümmert. Es gibt keine gesetzliche Regelung über die Ausübung und Ausbildung zu diesem Beruf. Der Begriff ist nicht geschützt und kann von jedem geführt werden.

Was macht ein Hundesitter?

Das beliebteste Haustier der Deutschen ist ein Hund. Viele Menschen, auch berufstätige, haben heute einen vierbeinigen Begleiter. Idealerweise ist vor der Anschaffung eines Hundes geklärt, wer sich um den Hund kümmert, eine Hundebetreuung in Abwesenheit übernimmt und wie lange er am Tag alleine bleiben soll, wenn er dies gelernt hat.

Die Realität wirft leider oft die Planung über den Haufen. Unvorhergesehene Situationen bereiten dann Kummer und Sorgen. In diesen Momenten suchen die Betroffenen nach Hilfe und Unterstützung. Die Ansprüche an einen Hundesitter können je nach Umstand sehr unterschiedlich sein. Das hängt in erster Linie vom Hund und natürlich auch von seinem Menschen ab. Nicht zuletzt spielt auch die Bezahlung eine entscheidende Rolle.

Eine typische Situationen, in denen ein Hundesitter gefragt ist, ist z.B. bei Krankheit des Hundebesitzers, wenn der Hund nicht mehr in vollem Umfang und artgerecht betreut werden kann. Als Unterstützung wird hier oft der Gassiservice in Anspruch genommen. Aber auch Erfahrung in der Urlaubsbetreuung, wenn z.B. eine Flugreise ansteht auf die der Hund nicht mitgenommen werden kann, wird vom Hundesitter abgefragt und erwartet. Nicht selten treten Komplikationen mit dem alltäglichen Alleinsein des Hundes zu Hause auf. So leiden viele Hunde ohne Hundebetreuung unter Trennungsangst. Wenn sich dann noch die Nachbarn beschweren, dass der Hund in Abwesenheit viel weint, bellt und heult, ist der Ärger meist vorprogrammiert. Jede familiäre Veränderung, wie z.B. die Trennung von einem Lebensgefährten, der Auszug eines erwachsenen Kindes oder im schlimmsten Fall der Tod einer Bezugsperson, können das seelische Gleichgewicht eines Hundes empfindlich beeinflussen. Aber auch Änderungen im Tagesablauf, wie z.B. Schichtarbeit, veränderte oder längere Arbeitszeiten oder Geschäftsreisen, beeinflussen das Verhalten eines Hundes, welches sich über Jahre gefestigt hat und nur mit viel Training geändert werden kann.

Wie gut, wenn man dann eine Person seines Vertrauens hat, die kurzfristig bei der Hundebetreuung einspringen kann um einen geregelten Tagesablauf für Mensch und Hund zu gewährleisten. Wer allerdings niemanden hat, der diese Aufgabe, eventuell auch längerfristig, übernehmen kann, begibt sich auf die Suche nach einem Hundesitter.

Als Hundesitter steht man als fester Sozialpartner Mensch und Hund zuverlässig zur Seite und übernimmt verantwortungsvoll und gewissenhaft die Aufgaben eines Hundebesitzers! Erfahrungen mit Hunden sind Voraussetzung für diese Tätigkeit.

Je nach Bedürfnis und Absprachen gehören zu den Aufgaben eines Hundesitters neben der Hundebetreuung:

  • Gassiservice
  • Tierarztbesuch
  • Medikamentengabe
  • Fellpflege
  • stundenweise Betreuung, manchmal auch direkt beim Hundebesitzer
  • Hol- und Bringservice
  • Ausflüge
  • Sozialkontakte mit anderen Hunden
  • Beschäftigung, Spiel und Spaß
  • Erziehung und Ausbildung
  • Hundeschulbesuch

Wer geht zum Hundesitter?

Jeder, der die Betreuung seines Hundes zeitweise oder längerfristig, z.B. durch Arbeit, Urlaub oder Krankheit, nicht gewährleisten kann, sucht nach Unterstützung durch eine Person seines Vertrauens. Findet er niemanden im Verwandschafts- oder Bekanntschaftskreis, der diese Aufgabe übernimmt, begibt er sich auf die Suche nach einem qualifizierten Hundesitter.

Ausbildung

In Deutschland gibt es keine einheitlich geregelte Ausbildung für den Hundesitter. Lehrgänge und Ausbildungen zum Hundesitter werden von verschiedenen Unternehmen angeboten. Je höher die eigene Qualifikation, z.B. durch eine Ausbildung zum Tierpfleger, Hunde- und Verhaltensberater oder entsprechende Fähigkeiten als Dogwalker für Tierheimhunde, desto höher ist der Verdienst. Je anspruchsvoller oder vielfältiger die angebotenen Leistungen sind, oder je mehr Hunde man gleichzeitig ausführt um so mehr steigt auch das Einkommen. Als professioneller Hundesitter ist man Selbstständig und es kommen Steuern und Abgaben hinzu, die bezahlt werden müssen. Erweitert man sein Angebot und möchte mehrere Hunde für einen längeren Zeitraum zu Hause in einer Hundepension betreuen, ändern sich auch die rechtlichen Grundlagen (§11 Hundepension).

Die Kosten für ein Hundesitter-Seminar oder Webinar beginnen ab 50,00 € und sind nach oben offen. Mögliche Ergänzungen und Alternativen für diesen Beruf sind:

Das Mindestalter für den Beginn einer Ausbildung schwankt zwischen 17 und 18 Jahren. Erste Berufserfahrungen können aber deutlich davor liegen.

Beschränkungen

Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Fachwissen, gesundheitliche Fitness und Sympathie spielen bei diesem Beruf eine entscheidende Rolle. Andere Beschränkungen gibt es derzeit nicht.

Mitarbeit oder Selbstständig

Als Hundesitter kann man sowohl selbstständig als auch als Mitarbeiter tätig sein. In erster Linie entscheidet der Standort über Erfolg oder Misserfolg dieses Unternehmens. Gerade in städtischen Bereichen ist die Nachfrage von Berufstätigen für eine Tagesbetreuung ihres Hundes während der Arbeitszeit sehr hoch, weil nicht jeder seinen Hund mit zur Arbeit nehmen kann. Schnell hat man hier einige Hunde zusammen, die den ganzen Tag über während Herrchen & Frauchen zur Arbeit gehen, betreut werden möchten. Unbedingt klären sollte man jedoch im Vorfeld beim örtlichen Veterinäramt und der Gemeinde, ob eine Tagesbetreuung für mehrere Hunde bei gewerblicher Ausübung überhaupt am Wohnsitz gestattet wird. Gerade die Auflagen für eine Tierpension oder Tiertagesstätte sind sehr strikt und bei Nichteinhaltung kann sogar eine Schließung des Unternehmens oder der Entzug der Betriebserlaubnis drohen.

Als Hundesitter kann man in folgenden Berufsbereichen mitarbeiten:

Verdienst

Das Einkommen eines Hundesitters ist von mehreren Faktoren abhängig. Neben der Berufserfahrung spielt besonders die Qualifikation (verschiedene Aus- und Weiterbildungen) sowie das Leistungsangebot eine entscheidende Rolle. Die Höhe des Verdiensts ist abhängig davon, ob der Beruf in Vollzeit oder Nebenberuflich in Teilzeit ausgeübt wird und ob als Selbstständiger oder Angestellter. Darüber hinaus spielt die Konkurrenz eine große Rolle. Bei einem Überangebot an Hundesittern fallen auch die Preise.

Die Kosten für das Hundesitting schwanken zwischen 5,00 € bis 20,00 € / Stunde je nach Aufwand! Bei Übernachtung eines fremden Hundes können auch bis zu 30,00 € berechnet werden.

Entscheidend für den Erfolg ist die Kundenzufriedenheit. Auch dieser Beruf lebt von der Erfahrung bei der Tierbetreuung und den Empfehlungen durch zufriedene Kunden. Werbung bei Hundeschulen / -Vereinen, Hundefriseuren, Tierhandlungen /-fachmärkten und Tierärzten, Tierheilpraktikern und Tierheimen erweitert den Bekanntheitsgrad. Äußerst empfehlenswert sind sogenannte kostenfreie „Betreuer-Portale“ (wie z.B. Gudog, Hundesitter-123 und betreut.de) im Internet: Hier können kostenlose Suchanfragen zur Tierbetreuung und ein persönliches Gesuch von Kunden gestellt werden. Als Dienstleister hat man die Möglichkeit ein eigenes Profil zu erstellen. Dadurch erhält man direkte Anfragen und gewinnt Neukunden, kann aber auch Kontakt aufnehmen und sich für die Gesuche von Kunden bewerben. Beliebt sind auch Anzeigen im Portal von ebay und ebay Kleinanzeigen für Gassiservice und Urlaubsbetreuung nach dem Motto „biete Tierbetreuung mit viel Erfahrung“. Gerade für Berlin hat sich ein sehr umfangreiches Angebot auf Gudog gesammelt.

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 Gut zu wissen

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