Mittelmeerkrankheiten Hund – ein Überblick – Teil 1

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Mittelmeerkrankheiten Hund – ein Überblick – Teil 1

Immer mehr Tierschutzhunde kommen aus den verschiedensten Regionen der Welt zu uns nach Deutschland. Offiziell müssen all diese Hunde auf Mittelmeerkrankheiten getestet werden, bevor sie vermittelt werden können. Wir schauen, was diese Mittelmeerkrankheiten sind, wie oft sie auftreten und wie man mit ihnen leben kann.

Mittelmeerkrankheiten Hund

Zu den Mittelmeerkrankheiten beim Hund zählen:

  • Leishmaniose

  • Babesiose

  • Ehrlichiose

  • Hepatozoonose

  • Herzwurmerkrankung

Mittelmeerkrankheiten Hund Leishmaniose

Leishmaniose

Die Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die durch Parasiten hervorgerufen wird. Diese Parasiten gehören der Gattung der Leishmanien an. Sandmücken übertragen sie. In diesen reifen sie von ihrer Vorform in ihre aktive, infektiöse Form.

Nicht nur Hunde werden von dieser Krankheit befallen, sondern auch Menschen. Hier wollen wir uns auf den Hund als Wirt beschränken.

Symptome

Woran erkennt man die Leishmaniose am Hund? Mehrere Symptome können bei infizierten Hunden auftreten. Hierbei ist zu beachten, dass die bei dieser Krankheit auftretenden Symptome zuweilen sehr unspezifisch und daher schlecht zuzuordnen sind, da nahezu alle Gewebe von der Infektion befallen sein können. Äußerlich lässt sich Leishmaniose beim Hund oft gut an der Haut erkennen. Die folgenden Symptome können dabei auf eine Infektion hindeuten:

  • Symmetrischer Haarverlust und Schuppenbildung

  • Knötchenbildung

  • Hautgeschwüre, z.B. am Schwanz oder Ohren

  • Fieber mit 2 Spitzen am Tag. Das heißt, der Hund hat den ganzen Tag Fieber, 2 mal am Tag steigt die Temperatur aber noch darüber hinaus

Neben der Haut können auch an vielen anderen, inneren Organen, Entzündungen auftreten. Leishmaniose kann definitiv nur durch einen Tierarzt diagnostiziert werden. Dieser kann verschiedene Tests anwenden, um den Parasitenbefall nachzuweisen. Der sicherste Weg ist hierbei das direkte nachweisen von Leishmanien im Hund.

Behandlung von Leishmaniose

Eine Behandlung mit vollständiger Genesung des Hundes ist selten. Doch es kann viel für das Wohlergehen des Hundes getan werden. So werden auf der einen Seite die Erreger aktiv bekämpft. Auf der anderen Seite kann das Immunsystem des Hundes gestärkt werden, sodass er selbst die Parasiten bekämpfen kann. Neben dieser Behandlung ist auch die Vorsorge wichtig. So gibt es Sandmücken-abwehrende Substanzen, die das Risiko einer Infektion mindern.

Mittelmeerkrankheiten Hund Babesiose

Babesiose

Auch bei der Babesiose handelt es sich um eine Infektionskrankheit. Hier befallen Einzeller des Gattung Babesia den Hund und zerstören seine roten Blutkörperchen. Diese Einzeller werden durch Zecken übertragen.

Symptome

In Deutschland verläuft die Babesiose zumeist akut und bricht etwa eine Woche nach dem übertragenden Zeckenbiss aus. Sie startet mit Fieber und einem schlechtem Allgemeinbefinden. Darauf folgt eine Fressunlust und der Hund wirkt abgeschlagen. Die roten Blutkörperchen des Hundes werden beschädigt, sodass es zu einer Blutarmut (Anämie) kommt. Unbehandelt können diesen Symptomen noch viele weitere folgen.

Behandlung von Babesiose

Die schnelle Behandlung von Babesiose ist auf jeden Fall nötig, da Babesiose unbehandelt schnell zum Tod führen kann! Zur Behandlung wird meistens ein Antiprotozoikum eingesetzt, welches die Zahl der Parasiten im Hund verringert. Zur Vorbeugung wird empfohlen, den Hund nach jedem Spaziergang nach Zeckenbissen abzusuchen. Eine Impfung gegen einige Babesia ist möglich, aber sie schützt nicht vor jedem Erreger und ist nicht von Tierärzten empfohlen.

Über die Krankheiten Ehrlichiose, Hepatozoonose und den Herzwurm berichten wir im nächsten Teil! Habt ihr selbst Erfahrungen mit diesen Krankheiten? Wir sind sehr interessiert an persönlichen Berichten zum Thema Mittelmeerkrankheiten!

By |August 23rd, 2017|Allgemein|0 Kommentare

Info zum Autor:

Studentin der Biotechnologie mit biologischem Grundstudium. Hundetrainer-Freundin und momentan Erwerb des Master of Science in den Niederlanden. Fragen zur Biologie des Hundes – immer her damit!
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